Der „Alte“ sitzt zum fünften Mal in Folge im Januar auf Rügen auf dem Deich und denkt nach. Zum Glück habe ich nochmals meine Deichgedanken 2025 vorab gelesen.
Im Januar 2025 hatte ich befürchtet:
„Wir können uns diese Migrationspolitik, diese Energiepolitik, diese Wirtschaftspolitik, diese Sozialpolitik, diese Schulpolitik und eigentlich auch den Politikstil (viel reden, nix machen) nicht mehr leisten. Sonst fallen noch mehr Brücken zusammen, gehen noch mehr Arbeitsplätze verloren, wird Energie noch teurer, die AFD wird (ohne Leistung) noch stärker und wir werden noch mehr im weltpolitischen Wirtschaftskreislauf abgehängt.“
Im Januar 2026 ist noch nicht viel besser geworden, vielmehr haben sich die Befürchtungen verifiziert.
Wir wundern uns darüber, dass trotz Fachkräftemangel die Arbeitslosigkeit steigt. Woran hängt es? An der übermäßigen sozialen Absicherung oder/und an der Qualifizierung?
Wir vermuten, dass die unsäglichen und in ihrer Dimension völlig unsinnigen Mindestlohnanpassungen mittelständige Unternehmen in Bedrängnis bringen, das Gesamtlohnniveau unter Druck halten und letztendlich mit dafür verantwortlich sind, dass es in Deutschland nicht vorangeht.
Es ist ein Teufelskreislauf. Man kann nicht die preisbestimmenden Parameter Energie, Löhne, Lebensunterhalt permanent nach oben gleiten lassen und dann annehmen, dass eine geschwächte Kaufkraft den Konsum befeuert. Wenn wir jetzt nicht bald einen Gang zurückschalten und uns auf unsere einstigen Fähigkeiten besinnen, wird der hart erarbeitete Nachkriegswohlstand der Dekadenz der (Noch) Wohlstandsgesellschaft geopfert. Mit 4-Tage-Woche und work-life-balance katapultiert man sich nicht an die Spitze derer, die Wohlstand generieren und nachhaltig erhalten.
Wir regen uns zu Recht über steigende Lebenshaltungskosten auf; nur, und das begreifen leider auch nur die wenigsten, kommt da nichts beim Erzeuger an. Trotz Kartellamt haben wir uns ein Lebensmittelkartell von 5 Firmen geleistet, die gnadenlos den Markt bestimmen. Sie bestimmen, ob in Deutschland ägyptische oder deutsche Kartoffeln gegessen werden, welcher Wein getrunken wird und was Butter kostet. Und sie verdienen immer, egal ob die Butter 99 ct. oder 3.50 € kostet. Manchmal ist die Marge größer, manchmal kleiner.
Der Verbraucher hat allerdings noch nicht begriffen, dass er die eigentliche Macht ist. Umsatz macht der Artikel, der über die Scanner der Kassen in deutschen Supermärkten gezogen wird. Wenn unsere Geschichte noch etwas Nationalbewusstsein in unseren Köpfen gelassen hätte, würden wir nicht zulassen, dass wir uns bei heimisch möglicher Produktion von Lieferketten abhängig machen, übrigens ein in Frankreich undenkbares Szenario.
Der größte Grundstücksbesitzer in Deutschland ist ein Lebensmittelhändler; ein anderer baut riesige Server- und Speicherzentralen, es sind die neuen Fürsten im Land.
Die AFD ist weiter auf dem Vormarsch, insbesondere auch deshalb, weil die Altparteien nicht begriffen haben, dass sie mit ihrem Politikstil keine Probleme lösen, sondern den Verdruss noch steigern. Gefragt sind keine Marketingauftritte in social media, sondern pragmatische Lösungen, die greifbare Ergebnisse erzielen. Diätenanpassungen wie jüngst in Rheinland-Pfalz sind da auch nicht geeignet, den Politikfrust zu mindern.
Rheinland-Pfalz ist im Übrigen das letzte Bundesland, das seine Grundstücksbesitzer die kommunale Infrastruktur bezahlen lässt. Die anfallenden Kosten sind zudem nicht umlegbar.
Grundstückseigentümer verkaufen aus Angst vor unkalkulierbaren Straßenausbaubeiträgen ihre Immobilien oder müssen fürchten im Alter die Lasten nicht mehr tragen zu können bzw. als Neuimmobilienbesitzer vor unvorstellbare finanzielle Risiken gestellt zu werden. Das ist ein klarer Standortnachteil für in RLP lebende Grundstücksbesitzer oder auch Firmen, insbesondere im mittelständigen Bereich. Einsicht ist bei der regierenden SPD und den Grünen (FDP überlegt noch) leider nicht zu erkennen. Am 22. März 2026 haben es rheinland-pfälzische Grundstückseigentümer in der Hand, Landtagswahl!




